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Yoga, ein ganzheitliches Übungssystem

 

kommt aus Indien und wurde als philosophische Lehre in Jahrtausenden entwickelt. Wenn Yoga ursprünglich ein rein spiritueller Weg zur Selbsterkenntnis war,  bietet uns Yoga heute eine ganzheitliche Praxis, die geistige und körperliche Übungen umfasst.

Das Ziel des Yogas ist Körper, Geist und Seele zur Erfahrung der Einheit und Harmonie durch Integration und Verbindung mit dem Bewusstsein zu führen. 

Das Wort Yoga bedeutet ursprünglich Joch, Anschirrung.

Diese Bedeutung wird durch eine berühmte Allegorie aus der Katha-Upanischade verdeutlicht. Der Mensch wird hier mit einem Pferdewagen verglichen:

- der Fahrgast und Wagenbesitzer ist Atman, das Selbst, jenseits des Egos
- der Wagen steht für den Körper bzw. die materielle Welt 
- der Verstand mit seiner Fähigkeit zur Einsicht (buddhi) lenkt den Wagen

- die Pferde stehen für das Ego und die 5 Sinnesorganen 
- mit Yoga werden die Pferde zu einem ausgerichteten und harmonischen Gespann angeschirrt

Die Bhagavad Gita (5.-2. JH vC) beschreibt vier traditionellen Yoga Formen:

- Raja Yoga (meditativer achtgliedriger Weg nach Patanjali)
- Jnana Yoga (intellektueller Weg zur Erkenntnis)
- Karma Yoga (Weg der Tat und des selbstlosen Handelns)
- Bhakti Yoga (Weg der Liebe und Hingabe an Gott)

Hatha Yoga ist verhältnismäßig jünger. Die Übungen werden erstmals in  der Hatha Yoga Pradipika aus dem 15. JH. ausführlich beschrieben. Hatha Yoga nutzt den Körper um die spirituellen Ziele des Yogas zu erreichen.

Die positive Wirkungen der Körperübungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschens macht Hatha Yoga im Westen besonders populär.

Hatha Yoga wurzelt in drei verschiedenen Traditionen:

  1. Ayurveda (traditionelle indische Heilkunst)
  2. Raja Yoga (meditativer Yogapfad)
  3. Kundalini Yoga (Yoga der Energie). 

Hatha Yoga Übungen beinhalten

  • Asanas (Körperstellungen),
  • Atem- und energetische Übungen (Pranayama)
  • Entspannung (Yoga Nidra)
  • Meditation (Dhyana)

Diese Übungen schulen den Körper und seine Sinne und wirken positiv auf das Selbst- Bewusstsein. Geduld und Flexibilität werden physisch, emotional und geistig gefördert.

Yoga bietet spirituellen Suchenden auf dem Pfad ethische Regeln im Umgang mit Anderen (Yamas) und mit sich selbst (Niyamas). Selbst wenn Yoga ursprünglich dem Hinduismus und Buddhismus entspringt, kann er heute unabhängig von Religionszugehörigkeit praktiziert werden.

 

Patanjali definiert Yoga im Yoga-Sutra als 

Yogas chitta vritti nirodhah
"das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungswellen des Geistes "

 

Die regelmässige Praxis von Yoga verfeinert die Selbstwahrnehmung von der physischen Ebene ausgehend zum Kernselbst hin, vom Grobstofflichen zum Feinstofflichen und führt uns zur Erkenntnis unserer wahren Natur: 

Sat-Chid-Ananda
Sein-Bewußtheit-Glückseligkeit

Dies ist ein sehr spannendes umfangreiches Thema. Mehr dazu erläutere ich Interessierten gern in meinen Yoga Kursen und Yoga Workshops.

 

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